Das Oleander- Experiment

Gefunden habe ich diese wunderschönen Bilder hier: www.1zoom.me/de/Oleander/t2/1/

Allgemein bekannt ist, Oleander sind nicht winterhart. Allgemein bekannt ist auch, dass sie wachsen und wachsen und wachsen und irgendwann wird das überwintern im Keller in ihren Kübeln eine Tortur. Oft fehlt der Platz und die Schlepperei ist auch nicht ohne. Ich habe sechs Stück von ihnen in den verschiedensten Farben und letztes Jahr habe ich einfach mal ein Experiment gewagt und sie in den Garten gepflanzt. Mit viel Sonne und reichlich Wasser entwickelten sie sich großartig und blühten prächtiger, als es jemals zuvor im Kübel der Fall gewesen ist. Hier sieht man sie ein bisschen, als sie sich noch im Kübel befanden und rund um den Pool verteilt standen.

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Was ist ein Oleander denn überhaupt?

Nerium oleander gehört zur Familie der Apocynaceae (Hundsgiftgewächse) und ist ein immergrüner, reich blühender Strauch. Oleander kann bis etwa 3 m hoch werden und wächst, wenn man ihn läßt, sehr in die Breite. Die ledrigen Blätter sehen lanzettförmig aus und werden bis zu ungefähr 15 cm lang. Die Blüten sind bei den Wildformen ungefüllt und rosa oder weiß gefärbt. Bei den Zuchtformen sind sie meistens gefüllt und können von dunkelrot über orange, lachsfarben und rosa bis zu weiß hin alle Zwischentöne annehmen. Es gibt sogar gelben Oleander. In allen Fällen haben die Blüten einen Durchmesser zwischen 3 und 5 cm. Seine Heimat liegt im Mittelmeergebiet und Orient, wo er oft an Bach- und Flußläufen wächst. Vor allem im Hochsommer mag der Eindruck entstehen, er wachse in staubtrockenem Boden. Dieser Anschein ist nicht richtig, denn Oleander benötigt recht viel Wasser. Es mag sein, daß die oberste Erdschicht tatsächlich ausgetrocknet ist, aber vor allem wenn er reichlich blüht, können Sie sicher sein, daß er über sein Wurzelsystem irgendwoher (z.B. Grundwasser) ausreichend Wasser bekommt. http://www.kuebelpflanzeninfo.de

Leider hab ich keine Bilder mehr dazu gefunden, wie schön sie sich im Garten entwickelt haben. Doch ich hoffe ich bekomme in diesem Jahr noch die Gelegenheit das nachzuholen. Jedenfalls habe ich beschlossen, entgegen aller Warnungen, die Oleander im Garten zu belassen und sie dort zu überwintern. In der Regel vertragen sie Frost bis -5 Grad, doch hierzulande wird es um einiges kälter und so mussten sie erstmal ordentlich eingepackt werden.

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Unten bekamen sie eine Schicht aus Stroh, darauf etwas Grünschnitt und Erde und das Ganze habe ich mit Jutesäcken abgedeckt.

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Oben hab ich sie mit einer Ordentlichen Lage Noppenfolie versehen. Hierfür habe ich um sie herum einfach ein paar Stöcke zum Zelt in die Erde gesteckt, um dafür zu sorgen, dass sie nicht zu eng eingewickelt sind und unter der Folie nicht faulen.

Seit einigen Tagen haben wir nun nicht mehr so frostige Temperaturen, die bei uns hier in der Nacht teilweise bei – 19 Grad lagen. Also beschloss ich gestern mal nachzusehen, wie es denn unter der Folie so aussieht und ob mir alles nun völlig braun und erfroren entgegen kommt. Und siehe da. Für meine Begriffe sehen sie doch eigentlich noch recht gut aus. Etwas trocken, sodass sie erstmal eine ordentliche Ladung Wasser bekamen, doch es macht den Anschein, als hätten sie die Fröste überstanden. Seht selbst.

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Ob sie es nun allerdings wirklich geschafft haben, wird sich erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen und ich werde euch auf dem laufenden halten.

 

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