Rundgang durch den Garten…

Wir haben Mitte März und das Wetter lässt heute nicht allzu sehr vermuten, dass eigentlich der Frühling vor der Tür steht. Es sieht sehr nach Regen aus und meine Wetterapp bestätigt diese Vermutung. Doch wir wollen uns mal nicht beklagen. Der Garten freut sich darüber und es ist die perfekte Zeit etwas Rasensamen auszubringen. Man spart sich das gießen und so habe ich das gestern schon mal erledigt. Nichts desto trotz ließ ich es mir nicht nehmen, nach meinem morgendlichen Kaffee (der einfach sein muss, um die inneren müden Geister zu erwecken :-)) einen Rundgang durch den Garten zu unternehmen und siehe da, hier und dort sind doch schon einige Vorboten des Frühlings zu entdecken.
So nehme ich euch also wieder mit, um zu sehen, was ich so alles gefunden habe… Viel Spaß dabei… 🙂

Krokusse

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Der Krokus ist ein echtes Highlight in unserem Garten und bietet uns genau das, wonach wir uns nach den langen Wintermonaten so sehr sehnen – Farben! Der Krokus gehört zu den Liliengewächsen und stammt ursprünglich aus dem Orient, Europa und Nordafrika. Neben dem Schneeglöckchen ist der Krokus einer der bekanntesten Blumen im Frühjahr und in vielen heimischen Gärten zu finden. Die Blütezeit der meisten Arten dauert von Februar bis März und wir können ihn in den unterschiedlichsten Farben bewundern. Weniger bekannt sind dagegen die Sorten, die auch im Herbst blühen, die so genannten Herbstkrokusse, jedoch nicht zu verwechseln mit den Herbstzeitlosen. Krokusse sind recht anspruchslos und pflegeleicht, so wie die meisten Frühblüher. Sie mögen sowohl sonnige Standorte, können aber auch mit halbschattigen Lagen gut zurecht kommen. Bodentechnisch ist er sehr anpassungsfähig. Egal ob Beet, Topf, Wiese oder Wald, wichtig ist Nährstoffreichtum und nicht zu viel Nässe. Gepflanzt wird im Herbst, mit einer Tiefe von 7,5 cm und einem Abstand von gut 8 cm. Viele Krokusarten säen sich selbst aus, man kann sie jedoch auch durch Abtrennen von Tochterknollen nach der Blüte vermehren.

Tulpen

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Über Tulpen berichtete ich ja schon ausführlich in meinem letzten Artikel „Tulpen im März“. Wie bei vielen anderen Gartenpflanzen auch, gibt es bei den Tulpen unzählige Sorten, die in vielen unterschiedlichen Farben und Formen gezüchtet werden. Hinzukommt, dass es Sorten gibt, die im März und andere erst im Mai blühen. Ob man sich für eine einheitliche Farbe im Beet oder ein gemischtes Sortiment entscheidet, oder die Zwiebeln im Garten verteilt werden, bleibt jedem selbst überlassen. Ideal ist ein sonniger Standort, doch auch Halbschatten wird von ihnen vertragen.  Um länger etwas von ihrer Schönheit zu haben, empfiehlt es sich frühe und späte Sorten zu mischen, damit das Beet lange Freude bereitet. Wer sich mit der Kombination unsicher ist, kann sich ein fertiges Sortiment im Fachhandel kaufen. Tulpen gehören zu den Frühlingsblühern. Sie lassen sich wunderbar mit anderen Frühblühern, wie Hyazinthen, Krokussen, Schneeglöckchen oder Narzissen kombinieren, da all diese Pflanzenzwiebeln dieselben Ansprüche an ihren Standort stellen und die Pflege derer genauso unkompliziert ist. Sie können die Zwiebeln auch in ihr Staudenbeet setzen. So haben sie im Frühjahr farbige Akzente im Beet, die dann zum Sommer hin von denen der Stauden abgelöst werden. Die welken Blätter der Frühblüher werden so wunderbar von den neu empor wachsenden, der Stauden verdeckt.

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Hyazinthen

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Die Hyazinthe war schon im 17. Jahrhundert eine viel bewunderte und leidenschaftlich kultivierte Pflanze. Ursprünglich stammt sie aus dem Orient und dem Mittelmeerraum. Oft war sie sogar beliebter als Tulpen und so wird auch diese wie die Tulpen in Holland kultiviert. Gesetzt werden die Zwiebeln der Hyazinthen idealer weise im Herbst, sodass sie uns im Frühjahr mit ihren farbenprächtigen Blüten erfreuen können. Gleiches gilt auch für andere Frühblüher, wie Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen, Narzissen usw. Die bekannteste und am häufigsten kultivierte Hyazinthenart dürfte die Hyacinthus orientalis sein. Von ihr sind viele Sorten zu erhalten, die sich in der Farbe ihrer Blüten und der Wuchshöhe unterscheiden. Ihre Blütezeit erstreckt sich von März bis Mai und als Topfpflanze ist sie bereits ab November schon im Handel zu erhalten.

Narzissen

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Narzissen gehören zu den ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Blüten öffnen. Früher war die gelbe Narzisse in Deutschland an vielen Standorten zu finden, mittlerweile gehört diese hübsche Pflanze jedoch zu den bedrohten Arten, sodass die Narzissen heutzutage streng geschützt sind. An den wenigen Orten sind sie auch heute noch wild wachsend zu finden, wie beispielsweise in der Eifel, dem Hunsrück und den Westalpen. Hier treten diese in früheren Zeiten als Heilpflanzen verwendeten Gewächse meist in Mengen auf und färben große Flächen gelb. Als Gartenpflanzen sind die gelben Narzissen als auch als Osterglocken bekannt. Zu diesem hübschen Beinamen kam es, da sie pünktlich zu Ostern ihre Blüten entfalten.

Früher kam die gelbe Narzisse gegen Durchfall und Krämpfe zur Anwendung und galt aus diesem Grund als Heilpflanze. Heute ist jedoch bekannt, dass aufgrund der hohen Toxizität dieser Pflanzen von einer Verwendung in der Naturheilkunde dringend abzuraten ist.

Das Tränende Herz

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Das Tränende Herz, auch Zweifarbige Herzblume, Herzerlstock, Flammendes Herz oder Marienherz genannt, gehört zur Familie der Erdrauchgewächse. Trotz ihrer Beliebtheit und Schönheit wurde sie dennoch zur Giftpflanze des Jahres 2017 auserkoren. Wegen ihrer speziellen und äußerst grazilen Blütenform gehört das Tränende Herz zu den spektakulärsten Frühjahrsstauden und ist ein echter Blickfang im heimischen Gartenparadies. Ursprünglich stammt das tränende Herz aus den Bergwäldern Ostasiens und ist seit dem 19. Jahrhundert eine beliebte Zierpflanze für Bauerngärten und Rabatten. Besonders schöne Beetkompositionen ergeben sich in Verbindung mit anderen Frühjahrsblühern wie die oben schon beschriebenen zum Beispiel. Diese einzigartige Staude bildet dichte Gruppen und erreicht eine Höhe von 45-120 cm, sowie eine Breite von bis zu 45 cm. Die Blütezeit reicht von April bis Juni und die äußerliche Blütenfärbung ist rosarot mit weißen, tropfenförmigen innen liegenden Blütenblättern, die in ihrer Form an ein Herz erinnern. Es gibt sie aber auch als rein weiße Sorten. Aufgrund ihrer hübschen Blüte ist das Tränende Herz eine sehr beliebte Schnittblume.

Die Forsythie

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Die Forsythie gehört aufgrund ihrer goldgelben Blütenpracht in den heimischen Gärten schon lange zu den beliebtesten Ziersträuchern. Sie trägt auch die Bezeichnung Goldglöckchen und blüht als eine der ersten Pflanzen im Frühjahr. Bei der Pflege ist der robuste Strauch nicht besonders anspruchsvoll, doch braucht sie wegen ihres starken Wuchses hin und wieder einen Rückschnitt. Forsythien blühen am mehrjährigen Holz, da bei älteren Zweigen jedoch die Blühfreude stark nachlässt, werden sie alle 3-4 Jahre nach der Blüte kräftig ausgelichtet. Um den 4. Dezember für die Vase geschnittene „Barbarazweige“ blühen an Weihnachten auf, wenn sie zunächst kühl und nach dem Knospenschwellen dann etwas wärmer stehen. Darüber hinaus stellt die Forsythie nur geringe Ansprüche an den Standort und die Bodenverhältnisse. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 1-3 Metern und eine Wuchsbreite bis zu 3 Metern.

Das sind nur einige der Frühlingsboten, die ich finden konnte, doch wir wollen ja nicht den Rahmen sprengen. So treibt der Buchsbaum bereits neu aus, die Hängeweide zeigt schon zwei kleine Kätzchen und auch die Rhododendren haben schon wieder prächtige Knospen entwickelt.

Auch meine Rosen sind vor einigen Tagen umgezogen und ich bin sehr gespannt, wie ihnen ihr neuer Standort gefallen wird.

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In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderschönen Tag. Bis ganz bald… 🙂

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