Geschichte der Tomaten

Ihre Wurzeln hat die Tomate in Mittel- und Südamerika. Allerdings sind die Wildformen von Venezuela bis hin nach Nordchile verbreitet. In Mittelamerika findet man die größte Auswahl der kultivierten Arten. Bereits die Azteken und Mayas haben Tomaten kultiviert. Dies geschah bereits um 200 vor Christus bis 700 nach Christus. In Höhlen im Tehuacan-Tal wurden bei Ausgrabungen Samen gefunden.
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Christoph Kolumbus brachte die Tomate um 1498 nach Portugal und Spanien. Damit zählt die Tomate in Europa zu den kultivierten Pflanzen und aufgrund ihrer Einführung nach 1492 zu den neuen Pflanzen. Diese Bezeichnung erfolgt nur zeitweise, da sie in Europa selten wild in der Natur anzutreffen ist. Die ersten Beschreibungen der Tomaten stammen aus Italien und entstanden im 16. Jahrhundert. Im Jahr 1544 beschrieb Petro Andrea Matthioli die Tomate als Goldener Apfel und führte zehn Jahre später die Bezeichnung „Mala aurea“ ein. Verschiedene frühere Beschreibungen und Zeichnungen stammen aus den Jahren 1553 und 1561. Gerade weil es in dieser Zeit kein einheitliches System zur Bezeichnung von Lebewesen und Pflanzen gab, gibt es verschiedene Namen für die Tomate. So wurde sie unter anderem auch als peruanischer Apfel oder Liebesapfel bezeichnet. Auch zusammengesetzte Namen wurden verwendet.

Bezogen auf den Verlauf der Geschichte wurde recht früh die Verbindung mit der Pflanze Solanum festgestellt. Der Name Lycopersicon wurde erstmals im Jahr 1694 durch Joseph Pitton de Tournefort benutzt. Carl von Linne war es, der die Tomaten wieder der Gattung Solanum zuordnete. Darauf folgend wurde die Tomate immer wieder als eigene Gattung Lycopersicon beschrieben oder aber der Gattung Solanum zugeordnet. Basierend auf intensiven Forschungen, wird die Tomate heute immer wieder der Gattung Solanum zugewiesen. So lautet die aktuelle Bezeichnung der Tomate: Solanum lycopersicum .

Im 17. Und 18. Jahrhundert wurde die Tomate hauptsächlich als Kulturpflanze angesehen. Deshalb sind nur sehr wenige medizinische Verwendungszwecke bekannt. Aus einer englischen Übersetzung von Tournaforts Buch „The Complete Herbal“ aus dem Jahr 1719 geht jedoch hervor, dass die Italiener die Tomaten essen und schon im 18. Jahrhundert steht in der Encyclopaedia Britannica geschrieben, dass der Einsatz von Tomaten in der Küche „alltäglich“ ist. In Deutschland wurde die Tomate im 19. Jahrhundert als Lebensmittel bekannt und fand hauptsächlich im Süden Verwendung in Saucen, Salaten und Suppen.

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Aufzucht

Als Exotin ist die Tomate sehr wärmebedürftig. Die Jungpflänzchen werden ab Ende März an einem hellen Ort, z. B. auf einer Fensterbank in der Stube, gezogen. Wenn sie ihre ersten zwei richtigen Blättchen ausgebildet haben, werden sie einzeln in grössere Töpfchen pikiert. Es ist darauf zu achten, dass die Erde immer genug feucht ist, und dass die Pflänzchen nicht zu warm stehen (also nicht direkt auf einem Heizkörper), da sie sonst aufgeilen, d. h. lang und dünn und schwach werden. Das Gleiche geschieht, wenn sie zu wenig Licht haben.

Abhärten und Auspflanzen

Nach den letzten Frösten, meist Mitte Mai, können die Tomatenpflanzen nach einer Abhärtungszeit ins Freie gepflanzt werden. Das Abhärten ist wichtig, da sich die Pflanzen einerseits erst an die kühleren Nächte gewöhnen müssen, andererseits aber auch an die Sonne, durch die sie Verbrennungen erleiden können. Es ist zwar ein wenig mühsam, über einige Tage hinweg die Pflanzen immer wieder rein- und rauszutragen, wenn man dies aber nicht tut, kann man sie dauerhaft schädigen.

Krautfäule

Ausgepflanzt werden die Tomatenpflanzen an geschützte Plätze in nahrhafte Erde. Ein Regendach ist ein absolutes Muss, ohne dieses gehen die Pflanzen meist mitten im Sommer, wenn sie die ersten Früchte angesetzt haben, an der Krautfäule (Phytophthora infestans) zu Grunde. Diese Pilzinfektion wird begünstigt durch feuchte Witterung. Wenn Tomatenpflanzen zu lange nicht abtrocknen können, haben sie gegen den Pilz keine Chance und es bleibt dem Gärtner und der Gärtnerin nichts anderes übrig, als sie auszureissen und die Tomatenernte abzuschreiben.

Auch unter einem Regendach kann Krautfäule auftreten, aber nie in dem Ausmass wie im Freiland. In unserem Garten stärken wir die Pflanzen prophylaktisch mit Schachtelhalmbrühe, die bei trockenem Wetter direkt auf die Blätter gesprüht wird. Ausserdem pflanzen wir an exponiertere Stellen wie beispielsweise am Rand des Tomatendachs, wo es zeitweise etwas reinregnet, Sorten, die eine gewisse Krautfäuletoleranz besitzen. Ein besonderer Geheimtipp ist hier die Sorte De Berao. Die peruanische Wildtomate Golden Currant pflanzen wir als Einzige jeweils gänzlich ins Freiland, da sie meist erst Mitte Herbst von der Krautfäule dahingerafft wird und bis da schon eine ansehnliche Ernte geliefert hat.

Auch in Töpfen gedeihen Tomaten gut. Im Sommer stehen bei uns unter jedem verfügbaren Vordach Tomaten, die uns den geschützten Standort mit ihrem köstlichen Schatz danken.

Ausgeizen

Tomaten benötigen bei uns Stützstangen, an denen sie festgebunden werden. In trockeneren Regionen kann man sie durchaus liegend auf einer Stohmulchschicht wachsen lassen, bei uns ist dies aufgrund der Feuchtigkeit und der Krautfäulegefahr nicht empfehlenswert. Auch ist es von Vorteil, wenn man die sogenannten Geiztriebe, die in den Blattachseln der Tomatenpflanzen wachsen, ausbricht. So stellt man sicher, dass das Blattwerk nicht zu dicht wird und bei Feuchtigkeit besser abtrocknen kann (Krautfäulegefahr), und dass die Pflanzen nicht zu viele Früchte ansetzen, die dann in unseren kurzen Sommern nicht richtig ausreifen können. Wir empfehlen, pro Pflanze höchstens drei Haupttriebe wachsen zu lassen und alle anderen zu entfernen. Wir lassen meist sogar nur einen Trieb stehen. Es gibt einige Sorten, bei denen ist kein Ausgeizen nötig. Wo das der Fall ist, ist es in der Sortenbeschreibung vermerkt.

Giessen

Bei der Wasserversorgung kommt es sehr darauf an, wo die Pflanzen stehen. So ist es natürlich unerlässlich, in Töpfen wachsende Pflanzen regelmässig zu giessen. Anders ist es bei Pflanzen, die direkt in der Erde stehen. Zu häufiges Giessen bewirkt hier, dass sich das Wurzelwerk nur oberflächlich ausbildet, die Pflanze sich also nicht bemüht, die notwendige Feuchtigkeit aus der Tiefe zu holen. Auch leidet bei zu grosszügigen Wassergaben das Aroma der Tomaten. Auch unsere unter dem Regendach stehenden Tomaten werden nur bei anhaltender Trockenheit gegossen, ansonsten holen sie sich ihr Wasser selbständig.

Ernte

Mit der Ernte werden all die Mühen, die man mit der Aufzucht bis jetzt hatte, belohnt. Wer Jahr für Jahr eigene Tomaten zieht, die Möglichkeit hat, die verschiedensten Sorten auszuprobieren und die Reichhaltigkeit des Geschmacks einer sonnengereiften Tomate kennt, wird alle Supermarktware verschmähen. Wir haben uns oft gefragt, nach was eine Supermarkttomate eigentlich schmeckt: Nach Gras? Jedenfalls nicht nach Tomate. Wir haben deshalb keine Mühe, auf den zweifelhaften Genuss zu verzichten und zu warten, bis unsere eigenen Tomaten reif sind.

Wir essen jeweils bis in den Dezember hinein eigene frische Tomaten. Alle noch grünen Früchte werden im Herbst vor dem ersten Frost abgenommen und im Haus in flachen Behältern gelagert, bis sie nachgereift sind. Nachgereifte Tomaten kommen vom Geschmack her nicht an die an der Pflanze ausgereifen heran, sind aber den gekauften immer noch weit überlegen.

Sortenwahl und Saatgut

Tomaten aus dem Supermarkt schmecken deshalb nicht, weil sie ausschliesslich auf ihr Aussehen hin und auf die Transportfähigkeit gezüchtet wurden. Die Früchte an einer Rispe sollten womöglich alle gleichzeitig reifen und auch gleich gross sein, ausserdem sollte die Haut fest sein, da sonst die Transportfähigkeit leidet. Der Geschmack ist sekundär. Wir im Hausgarten haben keine weiten Transportwege zurückzulegen, uns ist es auch egal, wenn die Früchte ungleich gross sind oder gar mal platzen. Das Wichtigste für uns ist der Geschmack – und hier haben wir heute zum Glück die Möglichkeit, uns jenseits der Saatgutmultis mit Samen von alten, bewährten Nichthybridsorten einzudecken und unsere eigenen Tomatenpflanzen zu ziehen. Auch die eigene Saatgutgewinnung ist ein Kinderspiel: einfach die Samen aus den jeweils ersten Früchten der schönsten Pflanzen herauslösen, etwa zwei Tage in Wasser einlegen, in einem Sieb auswaschen und gut trocknen lassen. Kühl und trocken aufbewahrt bleiben solche Samen vier Jahre lang keimfähig.

Die hier beschriebenen Sorten sind alles solche, welche sich bei uns im Hausgarten bewährt haben und die uns am besten schmecken. Ich habe dutzende von Tomatensorten ausprobiert (und probiere auch noch jetzt ab und zu eine Neue aus), und die hier Beschriebenen sind die, die mich in jeglicher Hinsicht am meisten überzeugen. Die einen sind robust und gedeihen gut im Freiland (Golden Currant und De Berao), die anderen kommen auch zurecht, wenn sie nur Morgensonne bekommen wie vor unserer Werkstatt (Danish Export), und für die dritten haben wir geschützte, sonnige Plätzchen an der Hauswand auf unserem Sitzplatz und im Tomatenhaus. Und alle schmecken wunderbar – das wichtigste Kriterium!

Quelle: www.stellaria.ch und www.rote-tomaten.de

Ein sehr beliebtes Rezept, bei dem Tomaten Verwendung finden, ist Tomate-Mozzarella… Super lecker…

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Zutaten

  • Tomaten
  • Basilikum
  • Pinienkerne
  • Mozarella
  • Olivenöl
  • Aceto Balsamico
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Zubereitung

  1. Zu Beginn werden die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett angeröstet. Die Nüsse haben selbst genug Fett, deshalb werden sie immer ohne Öl geröstet! Wenn die Farbe hellbraun wird, kann man sie herausnehmen und abkühlen lassen.
  2. Man kann jede Tomatensorte verwenden, egal ob Cocktailtomaten, Fleischtomaten, ovale, große oder kleine. Sie werden gewaschen, vom Strunk befreit und in dünne Scheiben geschnitten. Die Basilikumblätter kann man vom Stängel abzupfen und in feine Streifen schneiden. Den Mozzarella kann man in Würfel schneiden oder einfach in Stücke zupfen – dies sieht auch sehr schön aus.
  3. Für das Balsamicodressing werden Olivenöl, Balsamico, etwas Wasser, Salz, eine Prise Zucker und Pfeffer gemischt. Man sollte das Dressing immer kosten – so kann man bei Bedarf noch die eine oder andere Zutat dazu geben. Alle Zutaten gemeinsam vermischen und den Tomaten Salat in Salatschüsseln anrichten. Mit Balsamico Creme kann man den Salat noch verzieren. Lassen Sie es sich gut schmecken!

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