Der Naturgarten…

Mehr Freude am Garten – machen Sie sich einen schönen Sommer!

Ruhe vom Alltag, verträumte, lauschige Plätze, ein buntes Blütenmeer und eine lebendige Tierwelt – dieser Traum könnte schon morgen in Ihrem Garten beginnen. Der NABU zeigt Ihnen die reizvollen Aspekte eines naturnahen Gartens.

Der Weg zum Ökogarten funktioniert auch ohne die ganz große Aktion, einfach Schritt für Schritt. Lassen Sie sich überraschen und entdecken Sie zuvor nie beobachtete Tiere vor Ihrer Terrassentür. Schauen Sie den Jungvögel beim ersten Ausflug in den Naturgarten zu und lehnen Sie sich zurück, wenn die Kinder in der neuen Spielecke des Naturgartens die Zeit vergessen.

Gärtnern soll in erster Linie Spaß machen und entspannen. Auch ohne das ganz große Umkrempeln geht es Schritt für Schritt Richtung Naturgarten: Bunte Wildblumen säen, eine romantische Laube bauen, eine Hecke oder einen Teich anlegen.

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In Gärten werden Pflanzen kultiviert, eine künstliche Welt, die der Mensch versucht, nach seinen Vorstellungen zu gestalten und zu lenken. Würde der gärtnernde Mensch das nicht tun, wäre er kein Gärtner und der Garten kein Garten, sondern ein Stück Natur. Was also ist dann ein Öko-, Bio- oder Naturgarten? Es sind die Einstellung zum Garten und seinen Bewohnern und es sind die Methoden, die den Ökogärtner von „Normalgärtner“ unterscheiden:

Öko, Bio, Natur: Garten-Etikette(n)
Im Gegensatz zur Betrachtung von natürlichen Ökosystemen, wo das viel beschworene „ökologische Gleichgewicht“ nichts als eine faszinierende, aber leider falsche

Wunschvorstellung ist, kann man in einem wohlüberlegt betriebenen Garten durchaus von einem Gleichgewicht sprechen. Ein künstliches Gleichgewicht freilich, denn der Gärtner entnimmt Dinge, er erntet Kräuter, Obst und Gemüse, er fügt Dünger und andere Stoffe von außen hinzu und er greift ein, wenn er das System bedroht sieht.

Kleinster gemeinsamer Nenner bei allen im Ökogarten vertretenen Spielarten und teilweise vehement verfochtenen Spezialmethoden: Die Pflege des Bodens und des Bodenlebens ist extrem wichtig, chemische Kunstdünger und Pestizide sind tabu, statt dessen werden Naturdünger und biologische Mittel verwendet, gegen Krankheiten und Schädlingsbefall soll vor allem die Widerstandskraft der Pflanzen gestärkt werden. Hilfe zur Selbsthilfe also.

Natürlich möchte auch ein Ökogärtner seine Erdbeeren lieber selbst essen, als sie den Schnecken zu überlassen. Er wird aber nicht mit Schneckenkorn dem Problem zuleibe rücken, sondern möglichst schon beim Anbau durch entsprechende schneckenabwehrende Zwischenkulturen drohende Gefahren berücksichtigen. Kurz: Der Ökogärtner setzt auf Vorbeugung und Abschreckung, statt auf Vernichtung. Außerdem sieht er sich nicht als Alleinherrscher des Gartens und wird den für das Funktionieren des Gartens unverzichtbaren tierischen Mitbewohnern ihren Teil gönnen.

Quelle: www.nabu.de

Wie immer Sie Ihren Garten nutzen wollen, Sie können ihn naturnah nutzen.

Sie befinden sich dann im Kreislauf der Natur.
Das bedeutet, das Sie keine Chemie und intensive Pflege brauchen, um die Gestaltung statisch zu erhalten. Sie werden sich über den steten Wandel freuen und so jedes Jahr etwas Neues entdecken.

Bilder von der Digitalkamera 110

Sie können sich von den tierischen und pflanzlichen Lebewesen helfen lassen, den Boden gesund und fruchtbar zu erhalten, den Teich zu klären oder Ihre Obstblüten von einer Vielzahl von Insekten bestäuben zu lassen.

Sie brauchen weder düngen, wässern noch schneiden, wenn passend zu dem Standort die Pflanzen ausgesucht sind.

Sie lernen die heimischen Pflanzen kennen und lieben und werden in Ihrem Garten von einer immer größer werdenden Vielzahl von Tieren, wie Schmetterlingen, Vögeln, Wildbienen und Hummeln… besucht.

Viele Pflanzen, von denen Sie das noch nicht wussten, lassen sich essen und bieten weit mehr Vitamine und Mineralstoffe, als die uns bekannten Gemüse und Obstsorten. Manche können uns helfen Krankheiten zu mildern oder abzuwenden.

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Heimische Pflanzen und vielfältige Strukturen sind unsere wichtigsten Magneten im Garten. Von den Tieren, die sich angezogen fühlen, bekommt der Gartler eine Menge zurück. Die einen bestäuben Blüten, andere vertilgen Schädlinge.

Wer Tiere in seinen Garten lockt, kann eigentlich nichts falsch machen: Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge bestäuben Obstbäume und Beerensträucher und sorgen so für viele Früchte. Vögel halten die Insektenschar in Schach. Igel, Spitzmaus, Eidechse und Molch machen sich gerne über Nacktschnecken her. Marienkäfer- und Florfliegenlarven sind die größten Feinde der Blattlaus, Schlupfwespen der Schrecken der Raupen. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, denn je größer die Vielfalt, desto ausgewogener die Kräfteverhältnisse.

Eine Frage der Anpassung

Warum meist heimische Pflanzen das Rennen machen, wenn es um die Gunst der Tiere geht? Ganz einfach: Beide sind seit langem aneinander angepasst. Exoten und typische Zierpflanzen dagegen werden oft verschmäht, egal, ob es nun um Nektar, Früchte oder Blätter geht. Allerdings: Auch hier gibt es große Unterschiede.

‚Ungefüllt‘ ist besser

Gefüllte Blüten haben ihren Reiz. Wer sie mit der natürlichen Schönheit ungefüllter Blüten kombiniert, tut auch den Bienen etwas Gutes.

Viele züchterisch veränderte Zierpflanzen, wie die Forsythie etwa oder Edelrosen, produzieren gar keinen Nektar oder Pollen. Ökologisch sind sie also wertlos. Bei Sträuchern und Stauden mit ‚gefüllten Blüten‘ wiederum wurden die Blütenblätter auf Kosten der Staubblätter züchterisch vermehrt. Pollen – Fehlanzeige. Und auch an den Nektar kommen die fleißigen Sammler wegen der dichten Blütenblätter nur noch schwer heran. Wer den Insekten etwas Gutes tun möchte, achtet beim Kauf von Zierpflanzen also besser auf nektarreiche, ungefüllte Blüten.

Nicht nur an den Nektar denken

Brennnessel – begehrt bei Raupen

Doch nicht nur Nektar und Pollen sind wichtig, auch die Blätter müssen genießbar sein. Schmetterlingsraupen zum Beispiel sind oft auf ganz bestimmte Pflanzen angewiesen. So bietet der exotische Schmetterlings- oder Sommerflieder, an dem sich ausgewachsene Falter gerne tummeln, den Raupen keine Nahrung. Wie viel wertvoller ist dagegen eine Hecke aus heimischen Sträuchern, eine Wildblumenwiese oder eine kleine Brennnesselecke. So findet man die Raupen von Zitronenfalter oder Kaisermantel im Gebüsch, die des Kleinen Feuerfalters oder des Hauhechel-Bläulings in einer artenreichen Blumenwiese.

Schachbrett und Ochsenauge ernähren sich von Gräsern und einige besonders schöne Tagfalterarten – der Kleine Fuchs, das Tagpfauenauge, der Admiral, der C-Falter, der Distelfalter und das Landkärtchen – gehen im Raupenstadium auf die Brennnessel. Exoten dagegen werden nahezu immer von Raupen verschmäht.

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Nahrung für Vögel, Säuger und Co.

Die Insekten, die sich in Ihrem Garten tummeln, ziehen viele Singvögel an. Vor allem bei der Jungenaufzucht stehen die Krabbeltiere auf dem Speiseplan. Viele Vogelarten sind außerdem auf Früchte und Sämereien angewiesen. Auch hier stellen heimische Pflanzen alles andere in den Schatten: Allein von den Früchten der Eberesche und des Schwarzen Holunders ernähren sich jeweils mehr als 60 Vogelarten, von denen des Weißdorns immerhin rund 30.

Fremdländische Früchte sind nicht annähernd so wertvoll wie heimische. Beispiel Wacholder: Während beim heimischen Wacholder rund 40 verschiedene Vogelarten satt werden, kann sich vom Chinesischen Wacholder nur eine Art ernähren, so der Naturschutzbund Deutschland e.V. Und natürlich profitieren nicht nur die Vögel von den Früchten der heimischen Pflanzen oder von den Insekten, die angezogen werden, sondern auch viele andere Arten, wie Igel, Spitzmaus, Reptilien und Amphibien.

Quelle: www.br.de

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