Kirschbäume… Süßes Früchtchen…

Es ist wieder soweit, in unseren Gärten beginnen die Obstbäume zu blühen und bestechen mit den schönsten Blütenfarben. Allen voran der Kirschbaum.

Kirschen zählen zu den beliebtesten Obstsorten, ein Kirschbaum im eigenen Garten wird deshalb vom Eigentümer gut gehegt und gepflegt. Eigentlich ist diese heimische Kirschenart eine wilde Vogel-Kirsche, die jedoch durch Kultivierung zur Süßkirsche herangezogen wurde. Dazu wurden die Knorpel-Kirsche und die Herz-Kirsche als Grundlage für die Zucht verwendet.

Kirschen zählen zur Familie der Rosengewächse und tragen den wissenschaftlichen Namen Prunus avivum.

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Süßkirschen erreichen zum Teil Wuchshöhen von bis zu dreißig Metern, während Sauerkirschen meist nur bis zu zehn Metern hoch werden und zum Teil auch als Büsche wachsen können. Süßkirschen bilden im Alter sehr ausladende, breite Kronen, sodass ihnen genügend Raum zur Entfaltung gegeben werden muss.

Sauerkirschen sind eine leckere und erfrischende Nascherei für zwischendurch.

Süßkirschen zeichnen sich allgemein durch größere Laubblätter, als Sauerkirschen sie besitzen, aus. Zudem werden ihre Früchte größer und weisen in voller Reife einen süßen Geschmack auf. Sauerkirschen hingegen bleiben kleiner und auch in voller Reife schmecken sie meist sehr sauer.

Die Süßkirsche ist ursprünglich in Europa, in der nördlichen Türkei, Kaukasien und dem nördlichen Iran verbreitet. Sie wurde jedoch auch nach Nordafrika, Vorderindien und in den östlichen Teil von Nordamerika eingebürgert. Der Baum der Süßkirsche erreicht ohne weiteres eine Höhe zwischen 15 und 20 Metern, manchmal auch noch mehr. Seine glatte Rinde ist in jungen Jahren grün und später färbt sie sich ins rötlich-braune. Die Krone des Baums ist breit und kegelförmig, an den dicken Zweigen sitzen meistens kurze Triebe. Hieran wird die Blüte an fest sitzenden und kurzen Dolden ausgebildet, meist sind es nur bis zu sechs an einer Dolde.

Die Kirschblüte geht zwischen April und Mai vonstatten, je nach Standort und Witterung. Es kann vorkommen, dass an einem einzigen Kirschbaum bei guten Voraussetzungen bis zu einer Million Blüten blühen. Die Blüten sind wegen ihres starken Dufts nach Honig ein beliebtes Ziel für Honigbienen, die in ihnen reichlich Pollen sammeln können. Tipp: Kirschbäume benötigen einen Befruchterbaum in der Nachbarschaft.

Kirschbäume gedeihen am besten in vollsonnigen Lagen, da sie hier sehr viele Blüten und Früchte ausbilden können. Am besten wachsen sie auf lockeren, nährstoffreichen, mittel- und tiefgründigen, leicht sandigen Böden.

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Kirschblüte

Die Pflanzung gestaltet sich am besten im zeitigen Frühjahr. Je nach zu erwartender Wuchshöhe und -breite sollten dem Kirschbaum bis zu fünf Meter Platz im Umkreis gelassen werden, damit er genügend Licht und Luft auch in späteren Jahren erhält.

Das Pflanzloch sollte der Größe des Wurzelballens entsprechen. Beim Einsetzen in das Loch sollte darauf geachtet werden, dass die Veredelungsstelle etwa zehn Zentimeter über dem Erdboden verbleibt. Anschließend wird das Loch mit Erde aufgefüllt, festgetreten und kräftig angegossen. Jungen Kirschbäumen wird ein Pfahl zur Seite gestellt, damit sie Wind und Sturm standhalten können.

Tipp: Besonders gut wachsen Bäume, Sträucher und Pflanzen allgemein an, wenn sie vor dem Einsetzen in das Pflanzloch dieses gut einschlämmen.

Standort für Kirschen im Garten

Süßkirschen werden nach Äpfeln als bevorzugte Obstsorte im gewerblichen Anbau in Deutschland genutzt, auch im Hausgarten zählt sie zu den beliebten Früchten. Je nach Standort kann unter verschiedenen Sorten der Süßkirsche ausgewählt werden, sehr berühmte Varianten sind zum Beispiel:

  • Ochsenherzkirschen
  • Schwarze Knorpelkirsche
  • Große Prinzessin, auch als Napoleonskirsche oder Kaiserkirsche bekannt
  • Herzkirschen wie Annabelle oder Teickners Schwarze Herzkirsche

Auch wenn der Kirschbaum allgemein als anspruchslos und pflegeleicht gilt, gibt es ein paar grundlegende Dinge, worauf geachtet werden sollte. Damit die Ernte in jedem Jahr gut ausfällt, ist nicht nur das passende Wetter notwendig, auch der Standort sollte richtig ausgesucht werden. Außerdem kann man sich als künftiger Kirschbaumbesitzer auch die Zeit auswählen, wann die leckeren Früchte geerntet werden können. Zu den beliebtesten zählen nach Reifezeitpunkt:

  • Kassins frühe Herzkirsche im Mai
  • Kordia oder Regina im Juli

Unter den vielen Kirschensorten kann auch ausgewählt werden, welche Farbe und Größe die leckeren Früchte haben sollen. Ein sonniger Standort ist auf jeden Fall wichtig, ein Platz in Südlage sollte also bevorzugt werden. Der Boden, in dem der Kirschbaum gepflanzt wird, muss tiefgründig und humusreich sein. Der Kirschbaum benötigt wegen seiner Üppigkeit in Blüte und Frucht reichlich Nährstoffe. Keinesfalls sollte man einen Kirschbaum an die gleiche Stelle pflanzen, an der schon vorher ein alter Kirschbaum gestanden hat. Das kann nicht nur das Wachstum sehr stark einschränken, sondern auch zu frühzeitiger Vergreisung der Krone führen. Bei der Auswahl des Platzes im Garten sollte unbedingt auf genügend Abstand zu Nachbarn, Gebäuden und anderen Bäumen geachtet werden. Die Krone eines Kirschbaums kann im Laufe der Jahre zu einem stattlichen Umfang anwachsen. Für einen schwachwüchsigen Baum werden immerhin noch bis zu 30 qm Platz berechnet.

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Einpflanzen und erste Schnitte

Nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Herbst können Kirschbäume, sowie auch andere Obstbäume gepflanzt werden. Der Vorteil der Pflanzung im Frühjahr ist, dass das kleine Bäumchen über den Sommer schon Zeit hat einige Wurzeln zu bilden und gut anzuwachsen. Ein leichter Kalkgehalt des Bodens, ist vorteilhaft. Saure Böden sind für Kirschbäume nicht geeignet, da diese sowohl Frostschäden am Holz, wie den so genannten Gummifluss fördern können. Ein pH-Wert von 7 ist ideal. Die Vorbereitung kann mit Kompost oder Torf erfolgen, damit für die erste Zeit viele Nährstoffe zur Stelle sind. Eine Mulchschicht zur besseren Haltung der Feuchtigkeit ist ebenfalls zu empfehlen.

Tipp: Die Veredelungsstelle sollte beim Einpflanzen ungefähr 10 cm über der Erde bleiben.

Direkt bei und nach der Pflanzung sollte der so genannte Pflanzschnitt erfolgen. Hierbei werden nicht nur die Wurzeln zurück geschnitten, sondern auch der obere Bereich des Kirschbaums. Der Mitteltrieb wird um ca. 1/3 gekürzt, ebenso drei oder vier Seitentriebe. Der Mitteltrieb sollte rund 20 cm länger, als die Seitentriebe stehen bleiben. Alle anderen Triebe werden direkt am Ansatz entfernt.

Wenn Kirschbäume nicht ausgelichtet und zurück geschnitten werden, entwickeln sie im Laufe der Jahre immer kleiner werdende Früchte. Die Mitte der Krone kann verkahlen, hier gibt es dann natürlich gar keine Kirschen. Um dem vorzubeugen, sollte ein regelmäßiger Rückschnitt des Baumes vorgenommen werden.

Der richtige Zeitpunkt – wann schneiden?

Kirschbäume sollten – egal ob Süß- oder Sauerkirsche – am besten nach der Ernte im Sommer zurück geschnitten werden. Den kahlen Baum niemals schneiden! Auch wenn Kirschen zu den Steinobstsorten gehören und man alle Kern-, Stein- und Beerenobstsorten von Januar bis März schneiden sollte, zählen Kirschen dazu nicht. Für den Zeitpunkt des Rückschnittes sollte ein trockener Tag gewählt werden, da die entstehenden Wunden am Baum dann besser verheilen können.

Einen alten Kirschbaum kann man verjüngen, indem verkahlte oder herunterhängende Äste ebenso wie zu dicht gewachsene komplett entfernt. Junge Triebe werden über einem intakten Auge geschnitten, sodass hier wieder neu ausgetrieben werden kann.

Bei den Sauerkirschen wird etwas anders vorgegangen. Hier kann man insbesondere bei der Schattenmorelle regelmäßig die Jungtriebe über einem Auge abschneiden, sodass ein Teil der Neutriebe entfernt und die schwächeren davon zum Frucht ansetzen ungeschnitten bleibt.

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