?Was hilft gegen Langeweile?

In dieser besonderen Zeit sind viele von uns in Kurzarbeit und Homeoffice beschäftigt. Nicht selten hört man von Langeweile und Frust, was eine echte Herausforderung für jede Liebesbeziehung sein kann. Andererseits gibt es Branchen, die sich über Langeweile nicht beklagen können, aber gefrustet sind sie dennoch, da sie derzeit das doppelte Pensum der Normalität zu leisten haben. Beispielsweise Pflegekräfte. Auch diese Überlastung kann zu einer Zerreißprobe innerhalb der Partnerschaft werden. Was also nun tun in diesen Zeiten und wie mit allem umgehen?

All denen, die derzeit unglaubliches leisten müssen, weil an allen Ecken und Kanten Personal fehlt und die Arbeit nicht weniger wird, kann ich nur raten, nutzt das bisschen Zeit, dass euch verbleibt für euch und tut euch selbst etwas gutes. Neben Beruf, Partnerschaft, Haushalt und Kindern, ist das oft gar nicht so leicht. Gutes Zeitmanagement ist gefragt und hin und wieder vielleicht auch mal ein Nein zum anderen, dafür ein Ja zu Dir. Eine Ruhepause und etwas Zeit für Dich selbst verhilft Dir zu neuer Energie und lässt Dich die bevorstehenden Aufgaben besser bewältigen.

Gutes Essen, ausreichend Schlaf, ein heißes Bad oder ein gutes Buch zu lesen, kann manchmal Wunder wirken. Dein Körper signalisiert Dir, wann er Erholung und eine Pause braucht. Du solltest darauf hören und Dir diese Zeit auch nehmen.

Für andere, denen derzeit die Decke auf den Kopf fällt, weil sie mehr Zeit zu Hause verbringen, als anderswo (ist ja ganz zwangsläufig der Fall unter den gegebenen Richtlinien), lass Dich von Langeweile und Frust nicht runterziehen. Mach was. Für viele ist es eine enorme Umstellung, nicht mehr ins Kino gehen zu können, keine Freunde treffen zu dürfen und weder im Restaurant noch zu Hause ist gemütliches beisammen sein möglich. Jeder wird doch wohl zugeben, dass Onlinekommunikation bei weitem nicht das selbe ist und auch die Sozialkontakte nicht ersetzen kann.

Dennoch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken und schlechte Laune zu schieben. Nimm Dir einmal die Zeit und überlege Dir, was Du eigentlich gern tun möchtest. Niemand hat Lust von morgens bis Abends den Haushalt auf den Kopf zu stellen oder den ganzen Tag auf der Couch zu verbringen und Serien zu schauen.

Du könntest endlich anfangen etwas Sport zu treiben. Man braucht nicht zwangsläufig ein Fitnessstudio und andere Menschen. Es gibt mittlerweile tausende Workouts, die man zu Hause machen kann. Vielleicht möchtest Du eine neue Sprache lernen, vielleicht beruflich umorientieren. Es müssen nicht immer die Onlinegames oder Filme sein, von denen wir uns berieseln lassen, sondern ganz „altmodische“ Dinge, die uns dazu verhelfen uns selbst wieder ein Stück näher zu kommen.

Wie wäre es mit zeichnen lernen? Im Internet findest Du jede Menge Material und Anleitung. Ist doch völlig egal wie die Anfänge aussehen. Sieht doch eh keiner. Hast Du vielleicht Lust ein Instrument spielen zu lernen. Vielleicht eins, dass Dir als Kind schon gut gefallen hat, Du aber nie die Möglichkeit dazu hattest. Jetzt ist doch ein guter Zeitpunkt dafür.

Vielleicht möchtest Du Dich weiterbilden, ganz allgemein oder auch zu speziellen Themen, die Dich später beruflich weiterbringen könnten. Dann lies Bücher. Auch hier bietet das Internet jede Menge Möglichkeiten und Zeit dafür hast Du ja jetzt.

Probiere neue Rezepte aus, wenn Du gern kochst. Vielleicht wolltest Du schon immer mal ein Buch schreiben, dann beginne jetzt. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, wie man mit sinnvollen Dingen seinen Tag füllen kann. Das schwerste daran ist nur den inneren Schweinehund zu überwinden und in die Gänge zu kommen.

Wenn Du aber einmal begonnen hast und dann ziemlich bald Deine Erfolge siehst, dann geht der Rest wahrscheinlich schon ziemlich von allein. Man sagt ja nicht ohne Grund, aller Anfang ist schwer, doch auch in diesen besonderen Zeiten, stehen Dir alle Türen und Tore offen. Du musst sie nur nutzen und wer weiß, was daraus noch alles werden kann.

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