Krokusse- Frühlingsboten

Im Frühjahr, wenn alles noch recht kahl erscheint und kaum etwas blüht, sind Krokusse mit ihren leuchtenden Farben die ersten Boten des Frühlings. In Parks, Gärten aber auch in der Natur finden wir die ausgedehnten und beeindruckenden Blumen in allen Farben und Schattierungen. Schon ab Februar strecken sie ihre bunten Köpfchen der Sonne entgegen.

Krokusse sind Knollenpflanzen, die schon im Herbst in die Erde gesetzt werden. Aus einer einzigen Knolle entwickeln sich gleich mehrere Triebe, die schon im Winter zu sehen sind, wenn sie die Erde durchstoßen. Diese kleinen Blätter sind anfangs noch von einer pergamentartigen Hülle umgeben, sodass die jungen Triebe ausreichend vor Frost und Schnee geschützt sind. Sobald die Temperaturen milder werden und die Sonne wieder länger scheint, entwickelt dich das Blattwerk der kleinen Frühblüher.

Leicht zu erkennen sind die Blätter der Krokusse durch ihren weißen Mittelnerv. Bereits im Februar öffnen sich die ersten Blüten, wie es beispielsweise beim Elfenkrokuss der Fall ist. Er mag sehr gern kalkhaltige Böden, wie er sie in seiner Heimat Kroatien, Serbien und Bulgarien vorfindet. In unseren Regionen wächst er auch an schattigen Plätzen und ist an sich recht anspruchslos.

Ihm folgen dann im März die größblütigen Hybriden, die in allen erdenklichen Farben zu sehen sind. Sie lieben die Sonne und blühen deshalb später als der Elfenkrokuss, werden dafür aber stolze 15 cm hoch. Sie entwickeln ein starkes Blattwerk, bei dem auch jetzt noch die Reste der Pergamenthülle zu erkennen sind.

Auf Wetterveränderungen reagieren Krokusse äußerst empfindlich. Bei ausreichend Sonne öffnen sie weit ihre Blüten, sodass die orangefarbenen Stempel im Inneren der Blüte gut zu erkennen sind. Doch schon bei kleinsten Temperaturschwanken nach unten, schließen sie ihre Blüten wieder.

Eine hier sehr verbreitete Krokussart ist der Goldkrokuss. Bereits im Frühjahr schon, in seiner Blütezeit verströmt er einen feinen Duft, um die ersten Insekten anzulocken. Viele der heute bekannten Sorten entstanden aus Kreuzungen mit dem Wildkrokuss, der auch heute wieder im Handel in verschiedenen Farben erhältlich ist.

Krokussse sind pflegeleichte und ausdauernde kleine Gewächse. Am liebsten mögen sie nährstoffreiche Boden, kommen jedoch auch mit nährstoffarmer Erde zurecht. Sie sind konkurrenzschwache Gewächse, weshalb sie das Frühjahr nutzen, um zu wachsen und zu blühen, wo kaum etwas anderes wächst und viele andere Pflanzen noch ruhen. So müssen sie nicht um einen Platz an der Sonne kämpfen.

Haben sich Krokusse erst einmal an einem Standort etabliert, verhalten sich sich recht expansiv, ähnlich wie der Bärlauch beispielsweise und bilden über die Jahre große Teppiche, die sehr schön anzusehen sind. Hervorragend geeignet, um den Rasen im eigenen Garten schon im zeitigen Fühjahr eine farbliche Note zu verleihen, bevor das erste Mal gemäht werden muss.

Die kleinen Gewächse vermehren sich über Brutknollen, die auf der alten Knolle sitzen und dort heranwachsen. Schon nach 2-3 Jahren erzeugen diese dann ihre ersten eigenen Blüten. Im April geht die Blütenpracht zu Ende, denn so langsam werden die Krokusse nun von anderen Pflanzen überwachsen. Über ihre Blätter lagern die Krokusse jetzt noch einige Nährstoffe in die Knolle ein, bevor sie einziehen, um im nächsten Frühjahr wieder neu auszutreiben.

Wer Krokusse im Rasen hat, sollte diesen deshalb nicht zu zeitig mähen, sondern erst wenn die Blätter der Krokusse gelb werden, da der Pflanze sonst im Laufe der Zeit die Kraft verloren geht.

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